Geschichten, Texte & Persönliches

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UPDATE: Öffentliche Auftritte 2016

Das „Neue Jahr“ ist schon so neu gar nicht mehr und die neue Con-Saison steht nicht mehr nur vor der Tür, sondern quasi schon mitten auf der Türschwelle. Zeit, die „Öffentlichkeitsarbeit“ ein wenig anzukurbeln und meinen Astralkörper ins Spiel zu bringen.

Bei einigen dieser Cons bin ich zugegebenermaßen nur als ’normaler‘ Gast zugegen – lasse mich aber auch dort gern zu Autogrammen oder ähnlichem hinreißen. Hier kann meine Teilnahme jederzeit entfallen. Bei anderen gehöre ich zu den geladenen Gästen und werde auch an Panels teilnehmen, bei diesen bin ich verbindlich verplant.*

  • 28./29.05.: ColoniaCon 2016
    Jugendpark, Köln
    (Autor, Vortragender)
    Inzwischen stehe ich für drei Panels bzw. Vorträge im Programm:
    AUTORENWEGE: Gemeinsam mit meinem Wiener Autorenkollegen Roman Schleifer erzähle ich aus dem Nähkästchen und stelle mich den Fragen von Fans und Hobbyautoren: Wie wird man vom Nachwuchs- zum Profiautor? Welche Opfer muss man bringen und welche Hürden nehmen?
    Neugierig? Dann besucht unseren Vortrag „Autorenwege“ am Con-Samstag um 13:15 im Kleinen Raum.
    MADDRAX: Zusammen mit Chefredakteur Michael „Mad Mike“ Schönenbröcher und der MX-Autorin Lucy Guth berichte ich am Samstag um 15:15 Uhr im Hauptraum spannendes über die Hintergründe der Bastei-Serie.
    MINISERIEN: Direkt im Anschluss (16:15 Uuhr) sitze ich auf der selben Bühne inmitten von PERRY RHODAN-Kollegen und stelle mich den Fragen des Moderators zu PERRY RHODAN-Arkon.

 

  • 11./12.06.:  SciFi-Days 2016
    Weinstraßencenter, Grünstadt
    (Autor)
    Auf Einladung des Mannheimer PERRY RHODAN-Stammtisches hin bin ich am Samstag (12.06.) an deren Stand zu Gange und stehe für Autogramme zur Verfügung.

 

  • 30.09. – 02.10.: AustriaCon
    Erdbergstraße 202, 1. Stock, 1031 Wien
    (Ehrengast, Vortragender)
    In meiner Funktion als PERRY RHODAN-Arkon-Autor bin ich in diesem Jahr auch in Wien unterwegs und steuere einen Kurzgeschichten-Beitrag zum Conbuch bei.
    Weitere Programminfos werden bekannt gegeben.

 

  • 22.10.: BuCon 2016
    Bürgerhaus Sprendlingen, Dreieich
    (Besucher)

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Postapokalypse, ich komme!

300px-LogoMX9So kann’s gehen: Da habe ich mein kommendes Profi-Manuskript großspurig als „Geheimprojekt“ angekündigt, und es wäre gar nicht nötig gewesen. Wie sich jetzt herausstellt, habe ich nicht nur die offizielle Erlaubnis darüber zu reden, sondern auch die implizite Order sozusagen die Werbetrommel zu rühren. Nun, ich bin nichts wenn nicht selbstverliebt genug, dieser Aufforderung bereitwillig nachzukommen. Werdet also nun Zeuge, wie ich mein Geheimprojekt der vergangenen Wochen der staunenden Öffentlichkeit enthülle.

Das Logo da oben links dürfte schon dem ein oder anderen verraten haben, worum es sich handelt. Wie, erwähnte ich etwa noch nicht, dass es um MADDRAX geht? Also es geht um MADDRAX.

Wer die Serie nicht kennt: Es handelt sich um eine Abenteuer/Horror/SciFi-Reihe im Heftroman-Format, die alle 14 Tage im Bastei-Verlag erscheint, und die auf einer verwüsteten, postapokalyptischen Erde spielt. Im aktuellen Zyklus aber geht es erstmals in Weltraumfernen: Ex-Pilot Matthew Drax – genannt Maddrax – hat es gemeinsam mit der Barbarin Aruula und anderen Gefährten in ein entferntes Planetensystem verschlagen. Dort versucht er, die Pläne der geheimnisvollen „Friedenswahrer“ zu ergründen, die ihn hierher entführt haben, einen Weg nach Hause zu finden und dabei ganz nebenbei die Erde vor dem drohenden Untergang zu bewahren. Aktuell ist Band 424 erschienen.

Zu den Autoren gehören unter anderem Andreas Suchanek, Sascha Vennemann, Lucy Guth, Claudia Kern sowie meine PERRY RHODAN-Kollegen Oliver Fröhlich und Michael Marcus Thurner. Auch Christian Montillion und Susan Schwarz oder Wolfgang Hohlbein trugen schon MADDRAX-Romane bei. Mit Band 434 gesellt sich auch ein gewisser Ben Calvin Hary diesem Kreis hinzu. Ich weiß nicht, ob ich den Titel schon verraten darf, aber ich darf in meinem ersten Roman für Bastei gleich ein seit vielen Bänden schwelendes Thema zum Abschluss bringen und das Schicksal eines uralten Volkes erfüllen. Was will man als Autor mehr?

Der Roman ist in Arbeit. Seit gestern liegt mein endgültiges Expo vor und aktuell sitze ich an einem ersten Szenenplan, auf dem später das fertige Manuskript Fußen wird. Wie bei jedem neuen Projekt freue ich mich wie ein kleines Kind auf die vor mir liegende Arbeit – und darauf, hier im Blog immer wieder aus dem Nähkasten zu plaudern. Was ich tun werde. Ihr dürft also gespannt sein.

Wenn nichts unvorhergesehenes dazwischen kommt – der Teufel gehört ja, wie ich kürzlich erfuhr, der Spezies Sciurus vulgaris an – und ich mich nicht irgendwie grad saublöd im Datum verrechnet habe, erscheint MADDRAX 434 am 06.09.2016 im Zeitschriftenhandel. Wer bis dahin wissen will, worum es überhaupt geht, sollte jetzt schon in die Serie einsteigen.

Der zähe Weg zum Eisenmond

Als Autor hat man selten mehr als nur ein Projekt zur selben Zeit. Jeder einzelne Text ist wie ein eigenes Kind, das man ausbrütet. Manchmal dauert die Schwangerschaft mehrere Jahre. Und nicht alle unserer Kinder sind gelungen. Einige sind sogar regelrechte Problemkinder.

Eines dieser Problemkinder ist in meinem Fall der Roman „Eiserner Mond“, den ich Ende 2014 als „Zwischendrin-Projekt“ angefangen hatte. Ursprünglich hätte das ein zweiter FanEdition-Roman für die PRFZ werden sollen, aber dann entwickelte sich der Text rasch in eine andere Richtung. Im letzten Jahr war folglich der Hashtag #eisenmond regelmäßig in meiner Facebook-Timeline zu lesen. Und jetzt? Nada! Nix! Funkstille!

Was also ist passiert? Ist der Eiserne Mond, wie so viele unfertige Manuskripte zuvor, in der Schublade, gar im Giftschrank gelandet?

Nichts dergleichen. In Wahrheit kam einfach das Leben dazwischen. 2015 war insgesamt erfolgreich, aber es war kein gutes Schreibjahr für mich. Umzug, Hausbau, Job und Todesfall im näheren familiären Umfeld machten die Arbeit am Roman schwer bis unmöglich. Mit teilweise weniger als 10 Minuten Autoren-Arbeitszeit je Tag schleppte ich mich durch den Text. Trotzdem waren im November 2015 zwei Drittel der überarbeiteten Rohfassung fertig. Und dann kam Rastatt.

Die Arbeit an meinem ersten PERRY RHODAN-Roman forderte meine Aufmerksamkeit, so dass ich den „Eisenmond“ hinten anstellen musste. Dann passierte das unvermeidliche, was jedem Autoren passieren muss der erstmals durch die – wie ich es liebevoll nenne – „Schreibschule Frick“ gegangen ist. Anstatt einfach nur in meinem Talent bestärkt zu werden, lernte ich auch, was ich bis Dato alles noch nicht konnte, und vor allem, was ich in meiner einjährigen Nebenbei-Schreib-Phase schon wieder verlernt oder vergessen hatte. Und irgendwann kam mir die Erkenntnis: Wenn ich alles, was ich jetzt neu aufgeschnappt, vertieft oder aufgefrischt habe, konsequent auf den „Eisenmond“ anwende, muss ich ihn vermutlich komplett umschreiben. Und genau das werde ich auch tun.

Natürlich nicht das ganze Buch. Aber ich habe festgestellt, dass der explorative Ansatz, den ich beim Eisenmond mehr oder weniger verwendet habe, nicht mit meiner Arbeitsweise zusammengeht. Ich bin ein Plotter, ich brauche ein Exsosé, also eine Reiseroute, die mir den Weg vorgibt. Ein solches Exposé gab es zwar für den Eisenmond, aber die Geschichte hat sich so weit von dieser Vorgabe weg entwickelt, dass beide nicht mehr viel miteinander gemeinsam haben. Mein Plan für 2016 also: Den Eisenmond Kapitel für Kapitel nehmen und nochmal dramaturgisch überarbeiten, bis er wirklich glänzt. Wann ich das mache, das weiß ich noch nicht. Nachdem ich ein Jahr lang daran herum gewurschtelt habe, will ich den Text noch etwas ruhen lassen um Abstand zu gewinnen.

In dieser Zeit kümmere ich mich zunächst um eine andere Geschichte – „Ein Zimmer auf dem Mars“ ist der Arbeitstitel. Und – zu mehr als einer ominösen Andeutung wird es an dieser Stelle nicht kommen – ein zweites #geheimprojekt zieht dieser Tage als Silberstreif am Horizont auf, das viiiiiiiel Einarbeitung für mich erfordert und mich in so fern wohl einige Monate beschäftigen wird. Eine Deadline für den Eisenmond setze ich mir also nicht, er ist fertig wenn er fertig ist – vermutlich aber nicht vor Mitte 2017.

Arkon 3: Leseprobe für alle Neugierigen

Kurz bevor ich mich, mal wieder mit Verspätung, in einen konzentrierten Schreib-Sonntag stürze (verflucht seihst du, Prokrastination!) noch ein kleiner Hinweis für alle Unentschlossenen. Hier gibt es die ersten anderthalb Kapitel von PERRY RHODAN-Arkon Band 3 zum Probelesen:

Neugierig geworden? Am 19.02.2016 erscheint der Band im Zeitschriftenhandel. Das Hörbuch erscheint am selben Tag. E-Book-Leser haben schon einen Tag vorher Gelegenheit, den Roman herunter zu laden.

Das Cover zu „Die Kristallzwillinge“ ist da!

Mit jedem Infobrocken, der an die Öffentlichkeit schwappt, fühlt sich mein erster offizieller Beitrag zum Perryversum realer an. Teilweise bin ich dabei ebenso gespannt wie die Fans und Leser der Arkon-Miniserie, da ich als Autor natürlich auch nicht in jeden Schritt der Veröffentlichung involviert bin, geschweige denn darauf Einfluss habe.

Einer dieser Schritte ist die Erstellung des Titelbildes, auf welches ich in den letzten Wochen gebannt gewartet habe. Und das aus gutem Grund: Bei PERRY RHODAN-Romanen sind die Cover traditionell fast ebenso wichtig wie der eigentliche Romantext. Ich erinnere mich noch gut an die vielen Stunden meiner Kindheit, die ich, noch nicht des Lesens mächtig, auf dem Dachboden meines Elternhauses damit verbracht habe, die herrlichen, farbenfrohen Bilder des legendären Johnny Bruck zu bestaunen. Diese Bilder waren für fast jeden späteren Leser der erste Kontakt zur Serie, der erste Flirt sozusagen. Auch in meinem Fall begann die unsterbliche Liebesgeschichte zwischen dieser Serie und ihrem Leser über die Einstiegsdroge „Bilderwelten“. Der Text war für mich zu aller erst Begleitmaterial zur Illustration.
Und so ist es bei vielen Neulesern auch heute noch.

Nun also hat die PERRY RHODAN-Redaktion dies hier veröffentlicht: Dieses wunderschöne Titelbild hat Coverkünstler Dirk Schulz für meinen Arkon-Roman geschaffen. Ich sehe es heute selbst zum ersten Mal, und selbst wenn nicht mein Name darauf stünde fände ich es immer noch herausragend. Es ist eine Grafik, welche den Roman um eine zusätzliche Dimension erweitert, ihn lebendiger macht. Danke an den Künstler für seine tolle Arbeit!

PERRY RHODAN-Arkon Band 3: Die Kristallzwillinge erscheint am 19.02.2016 bundesweit im Zeitschriftenhandel. Das E-Book kann man hier vorbestellen.

Haltet den Dieb! (oder: Sie haben mein E-Book geklaut)

Nun ist es also auch mir passiert: Kaum gehöre ich zu den „Profis“, wie mir seit rund einer Woche verschiedentlich attestiert wird, schon zähle ich zu den Opfern der E-Book-Piraten. Durch Zufall stieß ich gestern auf einen Link zu meiner E-Book-Kurzgeschichte „Queros Geschenk„, die via Kindle Direct Publishing veröffentlicht wurde. Die Plattform, zu welcher der Link führte, gehört definitiv nicht zu Amazon, also hätte das E-Book dort gar nicht sein dürfen. Folglich kommt auch kein dort erwirtschafteter Cent je bei mir an (ja, es wurde ein Flatrate-Abo angeboten!).

Wahrscheinlich kann man sich nicht eher als professionellen Schriftsteller bezeichnen, bis man eines seiner eigenen Werke auf einer Plattform für den illegalen E-Book-Download wiederfindet. Halb so wild! Mit Autorenkollegen hatte ich diese Diskussion schon oft: Leute, die E-Books klauen, lesen vermutlich die wenigsten davon und gehören daher ohnehin nicht in den Kreis der potentiellen Käufer. Das ist ähnlich wie früher bei den MP3s. Da die Betreiber solcher Server meist ohnehin in Russland o.ä. zu verorten sind, ließe sich mit rechtlichen Schritten ohnehin wenig ausrichten.

Mir geht es dabei also gar nicht um das verlorene Einkommen. Wir reden von einer Miniwinz-Kurzgeschichte, die mich ganz sicher nicht zum Millionär gemacht hätte – das muss man realistisch sehen. Und es gibt mehr als genug ehrliche Käufer, die nach wie vor das „Original“ bei Amazon herunterladen. Was mich aber stört ist, dass hier mit meinem Namen Werbung für ein zwielichtiges Angebot gemacht wird bei dem es ganz klar drum geht, Leuten Geld aus der Tasche zu ziehen – nicht nur mir, sondern auch den arglosen Opfern solcher Bauernfänger. Nicht cool! Und – ja! – natürlich ist es etwas anderes, ob man nur den Klagen der Kollegen entgegentritt, oder ob es einem selbst passiert. Ändern kann ich es indes nicht. Und es wird sicher auch nicht das letzte Mal gewesen sein.

Das Geheimprojekt hat einen Namen: PERRY RHODAN-Arkon

Heute ist es soweit! Der Name des Geheimprojektes, an dem ich Ende 2015 gearbeitet habe, wurde vom Verlag enthüllt, und ich darf jetzt auch öffentlich darüber sprechen:

PERRY RHODAN-Arkon ist ein offizielles Spin-off der größten Science Fiction-Serie der Welt. Die zwölfbändige Miniserie im Heftroman-Format erscheint ab 22. Januar 2016 vierzehntäglich.

Band 3 trägt den Titel „Die Kristallzwillinge“ und kommt am 19. Februar 2016 deutschlandweit in den Zeitschriftenhandel. Verfasst wurde der Roman von mir. Und damit gehöre ich endlich auch offiziell zum (erweiterten) Kreis der PERRY RHODAN-Autoren.

Dadurch geht ein lebenslanger Traum für mich in Erfüllung. In den kommenden Tagen werde ich mich an dieser Stelle noch ausführlicher darüber äußern und ein klein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. Heute knallen erst mal die Sektkorken ….

Euphorischer Gedankenschwurbel nach vollendetem Geheimprojekt

Puh! Anstrengende Wochen liegen hinter mir, in denen viele Dinge zurückstehen mussten: Familie, Freunde, Freizeit. Das ist der Preis, den wir Autoren zahlen müssen, den wir aber auch zu zahlen bereit sind – weil, Schriftstellerei halt, olé, olé! Ok, um der Ehrlichkeit genüge zu tun: Es gab Momente in diesen letzten Tagen, in denen ich mich gefragt habe ob es das wert ist. Aber, so ließ ich mir von erfahrenen Kollegen sagen, diese Frage stellt sich jeder Schriftsteller hin und wieder einmal. Also alles ganz normal.

Wovon rede ich überhaupt? Nun, das darf ich (noch) nicht sagen, ist alles supergeheim und so. Nur dieses: Das „Geheimprojekt“, von dem ich in jüngster Vergangenheit des öfteren in meinem privaten Facebook-Account schrieb, steht vor seiner Enthüllung und Vollendung. Hoffentlich nur ein paar Tage noch, und ich darf der Welt verkünden, worum es sich handelt. Doch just heute bin ich an jenem Punkt angelangt, an dem sein weiteres Schicksal nicht mehr in meinen Händen liegt.

Verraten, ohne mir Ärger einzuhandeln, darf ich vielleicht noch folgendes: Es ist ein Roman, und er ist Teil einer Reihe, an der neben mir noch andere Autoren beteiligt sind. Für mich ist das Projekt zudem mit vielen „firsts“ verknüpft: Das erste wirklich professionelle Manuskript. Die erste kommerzielle Veröffentlichung bei einem renommierten Verlag. Die erste „echte“ Auftragsarbeit. Das erste professionelle Lektorat und Feedback. Dazu viele, viele weitere erstaunliche, aufregende Dinge, die mir gerade widerfahren und über die ich erst sprechen will und darf, wenn der Schleier gefallen ist.

Jetzt, endlich, ist der Text fertig, nachdem er gefühlte 700 Mal von mir überarbeitet, umgeschrieben, abgeändert oder verbessert wurde. Nie zuvor fühlte ich mich wegen eines meiner Texte so getriezt, waren Ansporn und zugleich Druck so groß, ein vernünftiges Ergebnis abzuliefern. Die Arbeit war oft anstrengend und frustrierend, mit einigen Rückschlägen verknüpft und, insgesamt, alles andere als ein lässiger Ritt in den Sonnenuntergang. Nun aber liegt das Manuskript beim Verlag und geht, vermutlich heute, zum Lektor. Dort wird es noch mal glattgebürstet, aber das Baby ist auf der Welt. Andere sorgen jetzt dafür, dass es den Kreißsaal nicht als Totgeburt verlässt.

Ich selbst fühle mich – darf ich so viel Pathos bemühen? – gereift und gewachsen. Ich habe vieles gelernt: Was ich kann, was ich noch nicht kann, vor allem aber, wie ich mich trotz Erschöpfung und Enttäuschungen immer wieder zusammenreißen und motivieren konnte. Diese vergangenen Wochen spielten sich ab im Spannungsfeld zwischen Selbsterfahrung und Euphorie. Sie waren lehrreich, ereignisreich, und nun, wo ich mich mich den „angenehmeren“ Aspekten des Projektes (wie beispielsweise der schamlosen Selbstvermarktung) widmen darf – zutiefst befriedigend.

Die Antwort auf die obige Frage also lautet: Ja, das war es wert. Jede Minute davon. Und es wird es noch zehn mal mehr wert gewesen sein, wenn ich erst in zwei, drei Monaten das fertig gedruckte Werk in den Händen halte.

Damit nämlich wird, um eine weitere überstrapazierte Floskel zu bemühen, mein Sprung ins so genannte „Profilager“ vollzogen sein. Für mich steht also völlig außer Frage, dass ich danach weiter machen werde, ganz gleich in welcher Form – mal schauen, was sich aus meiner Teilnahme an diesem Geheimprojekt ergibt. Ich hoffe, es wird ein ähnlicher Türöffner wie 2014 mein FanEdition-Roman „Mein Freund Perry“, und bin einfach mal guter Dinge.