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Recherche 2.0: Wie ich doch noch aufs Longboard stieg

Lesezeit: 3 Min.

„Alter, was geht?“, ist eine Frage, mit der ich mich in den vergangenen Tagen in verschiedensten Varianten immer wieder auseinander setzen musste. Auf der Straße werde ich mit skeptischen, eigenartigen Blicken bedacht. Leute scheinen plötzlich Angst vor mir zu haben. Und das nur, weil ich mir ein neues Spielzeug zugelegt habe.

Falls sich demnächst jemand über die Schrammen wundert. Zum Thema „ich muss nicht jeder Laune impulsiv nachgehen“.

Ein von Ben Hary (@bencalvinhary) gepostetes Foto am

 

Vergangene Woche schrieb ich noch, dass ich mich niemals auf ein Skateboard stellen würde. Aber nach mehreren Tagen der Immersion in die Skater-Szene durch mittlerweile ungezählte Skateboarding-Videos und Totorials auf Youtube hat es mich dann doch gepackt. Wenigstens habe ich eine gute Ausrede: Recherche für einen Roman. Write what you know und so; Eine meiner Hauptfiguren ist Skater, und was ich aus eigenem Erleben kenne, kann ich glaubhafter schildern als etwas, worüber ich nur gelesen habe. Die Wahrheit aber ist: Ich hatte einfach Bock darauf. Und meine besten Kaufentscheidungen waren bislang immer die, die ich aus dem Bauch heraus getroffen habe. Davon abgesehen: Skater sind sexy, und wer will nicht selbst sexy sein?

Also auf in den nächsten Skateshop und beraten lassen: Skate- oder Longboard? Was passt zu mir, was will ich erreichen, was hab‘ ich mit dem Ding vor? Schließlich ist es ein Cruiser geworden, also für Laien: So eine Art Mittelding aus Skate- und Longboard, nix für die Half Pipe, aber immerhin mit Kicktail, wenn man auch mal nen‘ Ollie üben will. Die ersten Stunden mit dem neuen Board sind aufregend und ein wenig furchteinflößend. Auf dem Weg zum Parkplatz stelle ich mich ein erstes mal aufs Brett. Sofort fällt mir wieder ein, warum ich es als Kind so gehasst habe.

 

Fahren ist easy. Bremsen ist das Problem. Warum muss ich grad an Tempel des Todes denken?

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Wer jetzt das Zitat „Fliegen? Ja. Landen? Nein“, im Hinterkopf hat, denkt in die richtige Richtung. Aber mir ist klar: Das Hinfallen gehört zum Sport dazu wie das Danebenzielen zum Bogenschießen. Zwei Tage später, wo ich die ersten Stürze und Blessuren hinter mir habe, hat der Schmerz seinen Schrecken verloren und ich kann mich auf’s Fahren konzentrieren. Stehenbleiben ohne runterzufallen, das ist ist das erste was man lernen muss. Oh, und anhalten und absteigen, ohne sich dabei auf die Fresse zu legen. Alles nicht so einfach, wie’s im Video aussieht.

 

Trying very hard to make it look casual.

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Eines steht fest: Ich werde in diesem Leben sicher kein Tony Hawk mehr und auch kein Ryan Sheckler. So viel gesunde Selbsteinschätzung habe ich. Ich werde diesen Quatsch auch sicher nicht sehr lange betreiben, weil ich in der Regel ebenso schnell, wie ich Feuer für eine Sache fange, auch wieder das Interesse daran verliere. Das wird hier nicht anders sein. Aber es gibt einen Aspekt am Sport, der mich immer reizen wird und den er spannender weise mit der Schriftstellerei gemeinsam hat. Beides kann man sich nämlich zwar beibringen lassen, aber es gibt genau eine Methode, es wirklich zu lernen: Aufsteigen, hinfallen, aufstehen, wieder aufsteigen, weiterfahren. Wieder. Und wieder. Und wieder. So lange, bis man irgendwann nicht mehr so oft fällt, oder wenigstens keine Angst mehr davor hat. Und je öfter ich mich dabei auf die Schnauze lege, desto ein besserer Skater wird Leon. Und in dem Moment ist mein Scheitern auch wieder Roman-Recherche.

SciFi Days Grünstadt 2016 – Nachlese

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Wieder der Conreporter, noch ein Überfall mit dem Selfie-Stick – diesmal auf den SciFi Days in Grünstadt, die im Juni stattgefunden haben. Hier der „gute Teil“, in dem ich auch vorkomme. Ich spreche über PERRY RHODAN-Arkon, MADDRAX und über Kuchen.

Den Youtube-Channel des Conreporters findet ihr hier. Dort könnt ihr euch diesen Rundgang über das Congelände auch in all seiner epischen Länge anschauen.

Der zähe Weg zum Eisenmond

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Als Autor hat man selten mehr als nur ein Projekt zur selben Zeit. Jeder einzelne Text ist wie ein eigenes Kind, das man ausbrütet. Manchmal dauert die Schwangerschaft mehrere Jahre. Und nicht alle unserer Kinder sind gelungen. Einige sind sogar regelrechte Problemkinder.

Eines dieser Problemkinder ist in meinem Fall der Roman „Eiserner Mond“, den ich Ende 2014 als „Zwischendrin-Projekt“ angefangen hatte. Ursprünglich hätte das ein zweiter FanEdition-Roman für die PRFZ werden sollen, aber dann entwickelte sich der Text rasch in eine andere Richtung. Im letzten Jahr war folglich der Hashtag #eisenmond regelmäßig in meiner Facebook-Timeline zu lesen. Und jetzt? Nada! Nix! Funkstille!

Was also ist passiert? Ist der Eiserne Mond, wie so viele unfertige Manuskripte zuvor, in der Schublade, gar im Giftschrank gelandet?

Nichts dergleichen. In Wahrheit kam einfach das Leben dazwischen. 2015 war insgesamt erfolgreich, aber es war kein gutes Schreibjahr für mich. Umzug, Hausbau, Job und Todesfall im näheren familiären Umfeld machten die Arbeit am Roman schwer bis unmöglich. Mit teilweise weniger als 10 Minuten Autoren-Arbeitszeit je Tag schleppte ich mich durch den Text. Trotzdem waren im November 2015 zwei Drittel der überarbeiteten Rohfassung fertig. Und dann kam Rastatt.

Die Arbeit an meinem ersten PERRY RHODAN-Roman forderte meine Aufmerksamkeit, so dass ich den „Eisenmond“ hinten anstellen musste. Dann passierte das unvermeidliche, was jedem Autoren passieren muss der erstmals durch die – wie ich es liebevoll nenne – „Schreibschule Frick“ gegangen ist. Anstatt einfach nur in meinem Talent bestärkt zu werden, lernte ich auch, was ich bis Dato alles noch nicht konnte, und vor allem, was ich in meiner einjährigen Nebenbei-Schreib-Phase schon wieder verlernt oder vergessen hatte. Und irgendwann kam mir die Erkenntnis: Wenn ich alles, was ich jetzt neu aufgeschnappt, vertieft oder aufgefrischt habe, konsequent auf den „Eisenmond“ anwende, muss ich ihn vermutlich komplett umschreiben. Und genau das werde ich auch tun.

Natürlich nicht das ganze Buch. Aber ich habe festgestellt, dass der explorative Ansatz, den ich beim Eisenmond mehr oder weniger verwendet habe, nicht mit meiner Arbeitsweise zusammengeht. Ich bin ein Plotter, ich brauche ein Exsosé, also eine Reiseroute, die mir den Weg vorgibt. Ein solches Exposé gab es zwar für den Eisenmond, aber die Geschichte hat sich so weit von dieser Vorgabe weg entwickelt, dass beide nicht mehr viel miteinander gemeinsam haben. Mein Plan für 2016 also: Den Eisenmond Kapitel für Kapitel nehmen und nochmal dramaturgisch überarbeiten, bis er wirklich glänzt. Wann ich das mache, das weiß ich noch nicht. Nachdem ich ein Jahr lang daran herum gewurschtelt habe, will ich den Text noch etwas ruhen lassen um Abstand zu gewinnen.

In dieser Zeit kümmere ich mich zunächst um eine andere Geschichte – „Ein Zimmer auf dem Mars“ ist der Arbeitstitel. Und – zu mehr als einer ominösen Andeutung wird es an dieser Stelle nicht kommen – ein zweites #geheimprojekt zieht dieser Tage als Silberstreif am Horizont auf, das viiiiiiiel Einarbeitung für mich erfordert und mich in so fern wohl einige Monate beschäftigen wird. Eine Deadline für den Eisenmond setze ich mir also nicht, er ist fertig wenn er fertig ist – vermutlich aber nicht vor Mitte 2017.

Diese Seite wird demnächst umgebaut.

Lesezeit: 1 Min.

Im Juli erscheint, in einer kleinen Reihe, erstmals einer meiner Romane in gedruckter Form. Mehr möchte ich dazu noch nicht verraten, jedoch habe ich vor meine Schriftstellerei so weit wie möglich zu forcieren. Darum wird diese Seite in naher Zukunft umgebaut werden, die Musik wird in den Hintergrund treten, statt dessen will ich meine Schreiberei präsentieren.

Mehr dazu in Kürze.