Geschichten, Texte & Persönliches

Neueste Beiträge

Die Hobbys meiner Kinder, oder: Liebe deine Figuren wie ein Stalker

Lesezeit: 3 Min.

Die Recherche für einen Roman verlangt gelegentlich Verrenkungen von einem Autor, für die er irritierte Blicke von seinen Mitmenschen erntet. So musste ich mir jüngst die Frage gefallen lassen: „Warum guckst du dir in letzter Zeit den ganzen Tag diese Skateboard-Videos auf YouTube an?“
Meine etwas säuerliche Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: „Warum wohl? Weil ich null Ahnung vom Skaten habe.“

Dabei war die Nachfrage durchaus berechtigt. Skaten ist ein Sport, der mich nicht die Bohne interessiert. Selbst habe ich im Leben etwa vier mal auf einem Skateboard gestanden, und jedes Mal endete die Begegnung mit diesem Sportgerät mit schmerzhaften Stürzen und aufgeschrammten Gelenken. Seither weiß ich: ich bin kein begabter Faller. Man kann sagen, in Sachen Tollpatschigkeit bin ich die Bella Swan unter Science Fiction-Autoren. Das Skateboard und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr.


Das könnte ich sein.

Aber nicht ich bin auch derjenige, der sich durch meine Augen diese Videos anschaut, sondern Leon. Der liebt das Skaten nämlich und weiß alles darüber – zumindest mehr als der Autor, dessen Hirn ihn gezeugt hat. Und da liegt der Hund begraben. Leon ist nämlich eine der Hauptfiguren in meinem kommenden Romanprojekt und er hat Interessen, die mir persönlich relativ am Allerwertesten vorbeigehen. Doch wie sagte Patricia Highsmith einmal: „Meine Figuren zwingen mich, ihre Hobbies auszuüben“ Genau das passiert auch mir gerade. Zum Glück muss ich dafür nicht selbst aufs Skateboard steigen. Ich befürchte nämlich weitere, schmerzhafte Verletzungen, und manchmal wünsche ich mir Leons Körperbeherrschung.

Wer ein guter Autor sein will, quält seine Kinder

dannyneu

I give you: Danny. Bevor einer fragt: Kugelschreiber, Kohle und Photoshop.

Themenrecherche ist aber nur ein Teil der Vorbereitungsarbeit, die in so ein Romanexpo fließen. Darf ich vorstellen: Danny Kowalczyk. Eine weitere Figur aus dem selben Geheimprojekt, in dem auch Leon vorkommt. Und irgendwie sieht man ihm schon an den Augen an: Das ist kein glücklicher Teenager. No Sir!

Als Grafiker, der ich im Grunde meines Herzens immer geblieben bin, ist mein Ansatz sehr oft visuell. Jemanden zu zeichnen ist sozusagen ein intimer Akt und ermöglicht es mir, meine Figuren zu erkennen und mich mit ihnen zu identifizieren. Skizzen wie diese entstehen meist spontan, im gerade passenden Augenblick. Sie hübschen meine Scrivener-Projekte auf und helfen mir bei der späteren Charakterführung. Es macht diese Menschen irgendwie realer für mich, gibt mir das Gefühl, auch mal zu ihnen gehen und sie schütteln zu können, wenn sie sich auf den Seiten meines Textes nicht so verhalten wie ich es mir wünsche. Aber Figuren sind halt ein Stück weit wie Kinder. Sie entwickeln Eigenleben und machen nicht immer das, was sie sollen.

Dieses Level an Immersion in die Welt der von einem selbst geschaffenen Figuren ist wichtig für einen Autor. Bisher kamen stets diejenigen meiner Charaktere bei meinen Lesern am besten an, in die ich selbst beim Schreiben abgöttisch „verliebt“ war. Das waren Typen und Mädels, die ich, fast wie ein Stalker, besser kannte als meine besten Freunde. Über die ich alles wusste: ihre Stärken und ihre Schwächen – und damit auch, wie man sie am effektivsten quält.

Es ist eine Binsenweisheit, dass ein Autor Sadist sein müsse, aber eigentlich ist das Gegenteil der Fall. Es gab Momente, in denen ich tränenüberströmt am Rechner saß, weil ich einem meiner Charaktere etwas schlimmes antun oder ihn gar töten musste. Wenn ich eine Figur so richtig in Bedrängnis bringe, mit der ich mich vollkommen identifiziere und an der mein Herz hängt, tut mir das oft mehr weh als dem Charakter selbst. Aber dann weiß ich auch, dass mein Leser mit dieser „Person“ mitfiebern kann. Und, soviel kann ich schon verraten: Der kleine Danny da oben wird mehr einstecken müssen als manch andere von mir erfundene Figur. Sorry, Junge. Du bist im wahrsten Sinne zum Leiden geboren.

Mehr infos zu diesem Geheimprojekt veröffentliche ich an dieser Stelle sporadisch. Ihr dürft also gespannt sein.

Ein Zimmer auf dem Mars: Folge 1 JETZT vorbestellen!

Lesezeit: 1 Min.

Mars_Serie_HP-Teaser

mars01_coverEs ist so weit: „Abschied von Terra“, Folge 1 meines kommenden E-Book-Fortsetzungsromans, erscheint am 01.09.2016.

„Ein Zimmer auf dem Mars“ ist die Geschichte von Conell Biggs, der von der verwüsteten Erde der Zukunft flieht um auf dem jüngst erschlossenen, terraformten Mars ein neues Leben zu beginnen. Doch die alteingesessenen Kolonisten betrachten den Flüchtling mit Misstrauen. Zu lange wurde die Bevölkerung von den Kolonialherren ausgebeutet, zu viel böses Blut herrscht zwischen beiden Menschheiten. Vor allem Sergev Meshkin, in dessen Haus und Familie Conell gegen seinen Willen untergebracht wird, will den ungebetenen Gast los werden. Dabei hat Conell nur ein Ziel vor Augen: Er will seine eigene Familie wiederfinden, die er in den Wirren der Flucht aus den Augen verloren hat …

Kapitel 1 ist JETZT vorbestellbar. Wenn mir nichts dazwischen kommt, folgt Kapitel zwei am 01.12.2016, jeder weitere Band dann vierteljährlich.

 

SciFi Days Grünstadt 2016 – Nachlese

Lesezeit: 1 Min.

Wieder der Conreporter, noch ein Überfall mit dem Selfie-Stick – diesmal auf den SciFi Days in Grünstadt, die im Juni stattgefunden haben. Hier der „gute Teil“, in dem ich auch vorkomme. Ich spreche über PERRY RHODAN-Arkon, MADDRAX und über Kuchen.

Den Youtube-Channel des Conreporters findet ihr hier. Dort könnt ihr euch diesen Rundgang über das Congelände auch in all seiner epischen Länge anschauen.

LuxCon 2016 – Nachlese (Teil 2): Ben Calvin im Interview

Lesezeit: 1 Min.

Auch am zweiten Tag des LuxCon 2016 bestand Conreporter Patrik darauf, mich vor seine Kamera zu holen (den ersten Teil seht ihr hier). Diesmal ging es ihm um ein ausführliches Interview mit dem, wie er mich zu nennen insistiert, „Starautor“ – mein erstes in meiner Funktion als Schriftsteller. Auch dieses Video möchte ich euch nicht vorenthalten.

Auch hier wieder: Das „Geheimprojekt“ ist zwischenzeitlich enthüllt.

Den Youtube-Channel des Conreporters findet ihr hier.

LuxCon 2016 – Nachlese (Teil 1)

Lesezeit: 1 Min.

Schon im April fand im luxenburgischen Tétange der LuxCon 2016 statt – eine sympathische Veranstaltung mit überraschend jungem Publikum, das bewies, dass von einer Überalterung des Fandom eigentlich keine Rede sein – wenn man mal von der Fehlannahme abgeht, dass „Fandom“ und „Heftromanleser“ synonym wären.

An beiden Tagen war ich als Besucher vor Ort, und zwei mal hat Conreporter Patrik mich vor die Kamera gezerrt. Den ersten dieser Überfälle seht ihr im untenstehenden Video ab Zeitindex 2:00.  Bei dem hier erwähnten „Geheimprojekt“ handelt es sich übrigens um meinen ersten MADDRAX-Roman mit der Bandnummer 343.

 

Den Youtube-Channel des Conreporters findet ihr hier.

Lift off zum Mars – Der Countdown läuft

Lesezeit: 1 Min.

"Ein Zimmer auf dem Mars" - Kapitel 1

„Ein Zimmer auf dem Mars“ – Kapitel 1

Schon vor längerer Zeit habe ich an dieser Stelle über ein kleines Projekt von mir berichtet, das ich heute etwas ausführlicher vorstellen möchte.

Conell Biggs hat alles verloren. Seine Frau und seinen zweijährigen Sohn musste er bei der Flucht vor Krieg und Elend auf der verwüsteten Erde zurücklassen – ein unerträglicher Verlust, der ihm das Dasein auf dem neuen Heimatplaneten Mars zur Hölle macht.
In den Wüsten des Roten Planeten ist er gezwungen, ums nackte Überleben zu kämpfen – gegen den Widerstand der alteingesessenen Kolonisten, die in ihm einen Eindringling sehen und ihm mit blankem Hass begegnen. Nur noch die vage Hoffnung, eines Tages seine Familie wieder zu sehen, hält ihn bei Verstand…

„Ein Zimmer auf dem Mars“ ist ein Fortsetzungsroman in 12 Teilen, den ich den kommenden anderthalb bis zwei Jahren kapitelweise veröffentlichen werde. Kapitel 1 liegt zur Zeit beim Lektorat. Das vorläufige Cover seht ihr rechts.

Wenn alles glatt geht, wird der Text am 01.09.2016 als E-Book only erscheinen und bildet den Startschuss für diese Miniserie. Jede weitere Folge erscheint dann vierteljährlich. Die nochmal überarbeitete Gesamtausgabe erscheint nach derzeitiger Planung im Anschluss, dann auch in gedruckter Form.

Weitere Infos zu gegebener Zeit hier.